COCHEM. Der Rotary-Club Cochem-Zell hat die Cochem-Zeller dazu aufgerufen, sich am Kampf gegen die Kinderlähmung zu beteiligen und die Aktionen des Clubs zu unterstützen. "Rotary hat einen Traum von einer polio-freien Welt. Dafür brauchen wir die Hilfe vieler Menschen", betonte Dr. Rochus Scholl, der Präsident des Rotary-Clubs Cochem-Zell, bei der Auftaktveranstaltung im Kreishaus in Cochem.
"Rotary hat diese Aufgabe und Chance angenommen und meint es ernst", so Rochus Scholl. Ziel sei die weltweite Ausrottung der Kinderlähmung. "Rotary führt diesen Kampf seit mehr als 20 Jahren, und wir haben mit dem Kinderhilfswerk der UN, der WHO und der US-Gesundheitsbehörden starke Partner", machte der Club-Präsident deutlich. Und in den vergangenen beiden Jahren ist schon einiges gesammelt worden. "90 Millionen Dollar haben wir bereits, nun fehlen noch 110 Millionen, dann haben wir es geschafft", betonte Heidi Neyses (Hermeskeil), die Assistant Governor des Distriktes 1810 von Rotary in Cochem.
Seit 30 Jahren gibt es in Deutschland keinen Fall von Kinderlähmung mehr. Nicht zuletzt ein Erfolg der Schluckimpfung, die in Deutschland seit vielen Jahrzehnten verpflichtend ist. Doch in anderen Ländern sieht es nicht so gut aus. Gerade in Nigeria, in Pakistan, Afghanistan und Indien tritt die Polio immer noch auf. "Es ist nach wie vor eine grausame Erkrankung, die gerade viele wehrlose Kinder in der Dritten Welt betrifft", erläuterte Professor Dr. Thomas Marth vom Krankenhaus Maria Hilf in Daun bei der Auftaktveranstaltung in Cochem. Doch er machte auch klar: "Polio ist etwas, gegen das wir was tun können."
Im Kreis Cochem-Zell hat der Rotary-Club schon einige Mitstreiter für die Aktion gewinnen können. So wird es in den Banken und der Sparkasse im Kreis Informationen zu dem Rotary-Projekt geben, in der Kreiszeitung wird darauf hingewiesen, auch Unternehmen und Firmen sind mit dabei. Für Landrat Manfred Schnur ist diese Hilfe selbstverständlich. "Cochem-Zell ist ein Kreis, der auch für soziale Initiativen steht. Wir wollen uns mit einbringen, damit an vielen Stellen in der Welt geholfen werden kann", betonte er im Kreishaus.
Zu der Auftaktveranstaltung im Sitzungssaal des Kreishauses, die musikalisch von Annina Mohr mit der Flöte und Inge Lönartz am Klavier umrahmt wurde, waren viele aus dem Kreis Cochem-Zell gekommen, um ihre Unterstützung für das Projekt zu bekunden. (dj)
RZ Mittelmosel vom Donnerstag, 26. November 2009, Seite 19.